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Schülerpokal - Eine Runde Sache |
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Geschrieben von Jörg Reimann
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Donnerstag, 01 April 2010 |
Nach vielen Jahren war Sachsen wieder Gastgeber für die U15-Auswahlmannschaften von sechs teilnehmenden Landesverbänden am DEB-Schülerländerpokal. In Kooperation mit dem Niedersächsischen Eissportverband (NEV) wurde das traditionelle Turnier vom Sächsischen Eissportverband (SEV), Fachsparte Eishockey, organisiert und vom 29.03.-31.03.2010 in Dresden durchgeführt.
Wie jedes Jahr galten die Teams aus Bayern, Nordrhein-Westfalen (NRW) und Baden-Württemberg (BW) als Favoriten auf den begehrten Pokal. Doch diesmal sollte es anders kommen ...!
Bereits am Eröffnungstag gab es die eine oder andere Überraschung.
Im Eröffnungsspiel unterlag der Gastgeber, Team Sachsen/Niedersachsen, gegen den LEV Hessen trotz optischer Überlegenheit und deutlichen Torschussverhältnis zu ihren Gunsten mit 1:4.
Gleich im zweiten Spiel trafen mit Bayern und NRW zwei der spielstärksten Mannschaften aufeinander. Am Ende hatte NRW knapp mit 3:2 die Nase vorn und die ersten drei Punkte auf der Habenseite. Im dritten Spiel des Tages dann die erste Überraschung des Turniers. Das Team aus Berlin setzte sich mit 6:4 gegen die Mannschaft aus Baden-Württemberg durch, in dessen Reihen großteils Spieler des Deutschen Schülermeister Mannheim standen.
Weniger überraschend dann der 14:1-Kantersieg der Bayern über die Hessen. In Spiel 5 traf das Team Sachsen/Niedersachsen auf die Mannschaft aus der Hauptstadt Berlin. Nach großem Kampf und mit einem starken Goalie Florian Proske (ES Weißwasser) als Rückhalt, trotzen die Gastgeber dem Konkurrenten ein 4:4-Unentschieden nach regulärer Spielzeit von 3x18 Minuten ab. Erst im sofort anschließenden Penaltyschießen konnten sich die Berliner den Extrapunkt sichern. Im letzten Spiel des Tages gewann Nordrhein-Westfalen nach einem 0:1-Rückstand nach dem ersten Drittel am Ende noch deutlich mit 5:1 gegen Baden-Württemberg.
Früh zeitig aufstehen hieß es am Tag 2 für Bayern und Berlin. Bereits um 8.00 Uhr kreuzten beide Teams die Schläger und die Bayern schienen zuerst munter gewesen zu sein. Mit einer 3:0-Führung gingen sie in die erste Drittelpause. Ganz anders der Mittelabschnitt – binnen nicht einmal neun Minuten konnten die Hauptstädter das Spiel drehen und mit vier erzielten Treffern selbst in Führung gehen. Trotz Dauerdruck und deutlicher Überlegenheit gelang Bayern zwar nur noch der Ausgleich, aber im Penaltyschießen konnten sie sich dann durchsetzen.
Im Anschluss besiegte Nordrhein-Westfalen das sehr defensiv eingestellte und nur auf Konter lauerndernde Team aus Hessen mit 8:2. Im dritten Spiel des Tages war wieder Sachsen/Niedersachsen an der Reihe. Gegner das mit zwei Niederlagen gestartete Team aus Baden-Württemberg. Zur Überraschung der Trainer und Zuschauer sollte es auch diesmal nicht zum Sieg für Baden-Württemberg reichen. Zum dritten Mal im Turnierverlauf stand es nach regulärer Spielzeit 4:4 und diesmal hatten die Gastgeber das Glück des Tüchtigen. Sie gewannen das Penaltyschießen.
Die nächsten drei Punkte sicherte sich danach Berlin mit einem klaren 10:2-Sieg über Hessen, was vorerst die Tabellenspitze bedeutete. Doch bereits im nächsten Spiel holte sich Nordrhein-Westfalen die Spitzenposition mit einem ungefährdeten 4:1-Erfolg über Sachsen/Niedersachsen zurück. Den Schlusspunkt des Spieltages bildete die Partie LEV Baden-Württemberg gegen LEV Bayern. Am Ende gewannen die Bayern mit 6:3, was gleichzeitig die vierte Niederlage im vierten Spiel für Baden-Württemberg bedeutete.
Somit ergaben sich für den Schlusstag interessante Konstellationen in der Tabelle. Gleich in der ersten Partie ging es um den Turniersieg. Dabei hätte Nordrhein-Westfalen gegen Berlin nur ein Punkt gereicht, um den Turniersieg perfekt zu machen. Berlin brauchte einen vollen Erfolg. Zwar ging NRW auch mit 1:0 in Führung, aber am Ende jubelte Berlin. Sie hatten das Spiel mit 4:1 gewonnen und waren nun punktgleich mit NRW. Durch den Sieg im direkten Vergleich hatte Berlin das Turnier um den DEB-Schülerländerpokal überraschend gewonnen.
Somit ging für den LEV Bayern bereits vor der Partie gegen den Gastgeber Sachsen/Niedersachsen um nichts mehr. Sie waren von Platz 3 in der Tabelle nicht mehr zu verdrängen. Wurde in den letzten Jahren immer sehr deutlich gegen die Bayern verloren, ging es für Sachsen/Niedersachsen darum, sich mit einer respektablen Leistung zu verabschieden. Mit großem Einsatz aller Spieler und einem überragenden Torhüter Florian Proske gelang es sogar an der Sensation zu kratzen. Zwischenzeitlich führte man gegen den großen Favoriten mit 4:2 und musste sich erst genau 60 Sekunden vor Ende mit 4:5 geschlagen geben, als die Bayern eine Überzahlsituation ausnutzten. Das Abschlussspiel bestritten danach der LEV Baden-Württemberg und der LEV Hessen. Vor Turnierbeginn hätte man wohl nur über die Höhe des BW-Sieges spekulieren können, aber nach dem Turnierverlauf sollte es doch interessant werden. ...und dies wurde es auch! Auch in ihrem letzten Spiel gelang es der Mannschaft aus Baden-Württemberg nicht ihr Leistungspotential auszuschöpfen und gegen die tapfer kämpfenden Hessen einen Sieg zu erzielen. Erneut stand nach 54 effektiv gespielten Minuten das 4:4-Standardunentschieden auf der Anzeigetafel. Im Penaltyschießen setzten sich die Hessen durch und konnten sich am Ende über einen vierten Platz vor dem Gastgeber und den sieglosen Baden-Württembergern freuen.
Bei der anschließenden Siegerehrung fanden DEB-Jugendobmann Guntram Lüdemann, NEV-Präsident Spfr. Hans Ellfrodt und SEV-Vizepräsident und Eishockeyobmann Spfr. Lutz Michel dankende Worte an die teilnehmenden Mannschaften, sowie alle Organisatoren und Helfer, die den reibungslosen Ablauf des DEB-Schülerländerpokals 2010 in Dresden garantiert haben. Nach der Pokalübergabe wurde das Turnier mit dem Abspielen der deutschen Nationalhymne beendet.
Alle Ergebnisse und die Abschlusstabelle sind im Ligenmanager zu finden.
Für das Team Sachsen/Niedersachsen kamen folgende Spieler zum Einsatz:
Tor: Florian Proske (ES Weißwasser), Philipp Nicolic (Krefelder EV/Gastspieler NRW) Verteidiger: Maximilian Paulik (ETC Crimmitschau), Philipp Seifert (ERV Chemnitz), Florian Krettek (Hannover Indians), Steven Heckmann (Hannover Indians), Oliver Stein (ES Weißwasser), Martin Scharschuh (ESC Dresden), Christoph Gottwald (Starbulls Rosenheim/Gastspieler Bayern), Robin Maag (Augsburger EV/Gastspieler Bayern) Sturm: Richard Zerbst (ESC Dresden), Michael (Galvez (ETC Crimmitschau), Matthias Müller (ETC Crimmitschau), Richard Rentsch (ES Weißwasser), Sebastian Kneuse (ERV Chemnitz), Yannik Meve (Hannover Indians), Alexander Seifert (ESC Dresden), Paul Egnigk (ESC Dresden), Franz Bertholdt (ESC Dresden), Dominik Grafenthin (Wien Capitals/Gastspieler Bayern), Lukas Gohlke (EV Füssen/Gastspieler Bayern)
Als Jugendobmann des SEV, Fachsparte Eishockey, möchte ich mich hiermit noch einmal persönlich bei allen Helfern im Kampfgericht, den Eismeistern und allen Mitarbeitern der „Auszeit“ bedanken. Mein besonderer Dank gilt dabei Spfr. Pit Seifert, der bei der Organisation bereits im Vorfeld alle Voraussetzungen für diesen reibungslosen Ablauf geschaffen hat. Für die gute Leistung und den tollen Einsatz sei auch den Schiedsrichtern gedankt.
Jörg Reimann
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